Ford Fk 3500 - Der letzte Ford-Lastwagen aus Deutschland
Das Jahr 1951 brachte den Lastwagen von Ford nicht nur eine modifizierte Gestaltung der Front und der Motorhaube, es wurden auch die Typenbezeichnungen geändert. Die Flussnamen "Rhein" und "Ruhr" verschwanden und machten Platz für ein neues System. "FK" für Ford Köln stand nun an jedem Lastwagen angeschrieben, gefolgt von einer Zahl für die Nutzlast. Ein nachgestelltes "B" oder "D" deutete auf den eingebauten Motor hin. Neben den "B"-Modellen mit Benzinmotoren gab es nun auch Dieselmotoren im Angebot. Ford konnte hier nicht auf eine eigene Konstruktion zurückgreifen und baute Motoren des amerikanischen Spezialisten Hercules ein, die in Lizenz in München bie dem Unternehmen Süddeutsche Bremsen AG gefertigt wurden.Vier Jahre später wurde die Modellpalette von einer neuen Lastwagengeneration abgelöst. Kennzeichnend war die Gestaltung in neuer Kurzhaubenbauweise, technisch interessant waren die ebenfalls neuen Dieselmotoren.
Spätestens in den 1950er Jahren war klar, dass dem Dieselmotor im Nutzfahrzeug die Zukunft gehörte. Die V8-Benzinmotoren waren zwar robust und zuverlässig und konnten zudem noch mit preisgünstigem Treibgas betrieben werden, Dieselmotoren konnten aber alles noch besser und billiger. Ford gab bei der vom Maschinenbauprofessor Dr. Hans List gegründeten "Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen" im österreichischen Graz die Konstruktion eines neuen Dieselmotors in Auftrag. Hohe Motorleistung, geringes Gewicht, platzsparende Bauweise und ein Baukastensystem mit V4- und V6-Motoren in unterschiedlichen Leistungsklassen wurden in das Lastenheft diktiert.
Als Ergebnis stand in den zur Internationalen Automobilausstellung 1955 präsentierten neuen Lastwagentypen ein vetilloser Zweitakt-Dieselmotor zum Verkauf bereit. Doch die neuen Motoren wurden unausgereift den Kunden übergeben. Motorschäden waren "serienmäßig", von Kundenfahrzeugen, die alle zwei Wochen die Werkstatt aufsuchen mussten wurde berichtet. Ford unternahm nur halbherzige Versuche, die Zweitakter standfest zu machen und ruinierte sich den Ruf als Hersteller zuverlässiger Lastwagen gründlich. Daran änderte auch die alternativ im 2,5-Tonner "FK 2500 V8" und 3,5-Tonner "FK 3500 V8" noch erhältlichen V8-Benzinmotoren nichts, denen im Stadtverkehr eine höhere Betriebssicherheit nachgesagt wurde. 1961 endete in Deutschland die Lastwagenfertigung, während der 1953 als Konkurrent des Volkswagen Transporters eingeführte Lieferwagen "Transit" eine Säule im Verkaufsprogramm blieb. Die Presswerkzeuge des modernen Fahrerhauses der "FK-Serie" wurden an Ford England abgegeben. Dort halfen sie, dem Lastwagen "Thames Trader" ein zeitgemäßes Äußeres zu geben.
Der hier gezeigte Ford "FK 3500 V8" von 1960 ist mit der letzten Evolutionsstufe des bereits aus Kriegszeiten bekannten Benzinmotors ausgestattet. Asu 3,9 Litern Hubraum brachte der sanft blubbernde Motor 100 PS Leistung auf die Straße.
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