alga-Nutzfahrzeugemuseum
Krupp Tiger Leiterfeuerwehr, Bj. 1956
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Der Krupp Tiger L 8 Tg 5 – Eine Rarität in Feuerwehrdiensten Krupp Lastwagen gehörten antriebstechnisch zu den Außenseitern im deutschen Schwerlastwagenbau. Bei keinem anderen Hersteller dieser Nutzlastklasse fanden Zweitaktdieselmotoren Verwendung. Einen ganzen Motorenbaukasten stellten die Krupp-Techniker auf die Beine, beginnend mit dem aus zwei Dreizylinder-Motorblöcken bestehendem Aggregat für den 1950 erschienenen Titan mit zuletzt 210 PS. Später erschienen auch Zwei-, Drei- und Vierzylinder-Motoren, alle mit identischen Zylindermaßen. Die Krönung war ein aus einem Drei- und einem Vierzylinderblock zusammengesetzter Siebenzylinder-Motor für den Einbau in einen schweren Muldenkipper. 1955 entwickelten die nach einer Verlagerung in Kulmbach nun wieder in Essen tätigen Konstrukteure einen neuen Fünfzylinder-Motor für den Antrieb des als Ersatz für den Titan gedachten Krupp Tiger L 8 Tg 5. Bei ebenfalls identischem „Innenleben“ bestand der Motor nun aus einem Block. 185 PS leistete die neue Maschine und befeuerte einen LKW für 8,4 Tonnen Nutzlast bei 16 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Dank des Zweitakt-Prinzips waren für diese Leistung nur 7,3 Liter Hubraum erforderlich. Von bekannten Zweitakt-Ottomotoren wie etwa beim seinerzeit sehr beliebten DKW unterschied sich der Motor doch sehr. Während beim DKW der Gasaustausch in den Zylindern durch den Auslaßsog geschah und das Gasgemisch bzw. Abgas durch vom Kolben gesteuerte seitliche Schlitze in und aus dem Verbrennungsraum gelangte, besaß der Krupp-Diesel ein Gebläse, welches das frische Gemisch durch Schlitze in den Verbrennungsraum spülte. Das Abgas gelangte durch Ventile in den Auspuff. Nockenwelle und fehlende blaue Abgaswolke unterscheiden den Krupp vom DKW. |
