alga-Nutzfahrzeugemuseum
Mercedes Typ L 5000, Bj. 1951 |
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Mercedes-Benz L 5000 – Wiederaufbauhelfer im holländischen Chic Nach Ende des zweiten Weltkrieges nahmen nahezu alle bedeutenden Hersteller von Lastkraftwagen im Bereich der späteren Bundesrepublik noch im Jahr 1945 ihre Fertigung wieder auf. Entsprechend der Versorgungslage mit Rohstoffen und dem Fortgang der Rekonstruktion der Fertigungsanlagen allerdings in bescheidenen Verhältnissen. Die ersten Lastwagen, die die Fabriken verließen waren allesamt bewährte Konstruktionen, die während des Krieges in hohen Auflagen gebaut wurden. Bei Daimler-Benz war es mit dem Typ „L 4500“ ebenso. In den letzten Kriegsmonaten wurde die Bauweise des Fahrzeugs verändert, in dem möglichst viel „überflüssiges“ Material – hier Stahl - eingespart wurde. Als „überflüssig“ wurden unter anderem Kotflügel und Fahrerhaus angesehen. Bei den Kotflügeln behalf man sich mit einfachen Blechstreifen, die die Schmutz abweisende Funktion nur teilweise erfüllten. Das bisherige Fahrerhaus in Ganzstahlbauweise bot auch eine große Materialersparnis: Zum Einbau kam nun eine primitive Behausung aus geraden Pressholzplatten. Mit dieser „Kriegsoptik“ trat der „L 4500“ im Jahr 1945 auf den Markt der Nutzfahrzeuge, der natürlich kein solcher war sondern eine Verwaltung des Mangels. Die Verbesserung der Versorgung ermöglichte Stück für Stück eine Annäherung an „friedensmäßige“ Verhältnisse, der „L 4500“ bekam wieder seine alte Fahrerkabine und andere Blechteile spendiert. Da der „L 4500“ nur auf dem Papier ein Lastwagen für 4,5 Tonnen Nutzlast war, seine Konstruktion aber höhere Lasten ermöglichte, erfolgte im Jahr 1949 eine Anpassung der Typenbezeichnung: „L 5000“ stand fortan in den Prospekten und Papieren. |
